Wertachkliniken investieren viel Geld in moderne Diagnostik

Die Wertachkliniken haben in Schwabmünchen knapp eine halbe Million Euro in eine neue, voll digitalisierte Durchleuchtungsanlage investiert. Das Vorgängermodell hatte nach zehn Jahren den Status „End of Service“ erreicht und musste daher ersetzt werden. Die neue Anlage wird von allen Abteilungen genutzt. Das heißt, die Patientinnen und Patienten der Notaufnahme, der Chirurgie und der Gastroenterologie profitieren davon.

Federführend bei der Beschaffung war Professor Weber, der Chefarzt der Gastroenterologie. „Wir benötigen die neue Anlage insbesondere für die endoskopisch retrograde Cholangiopankreatikographie, oder kurz gesagt die ERCP“, sagt Professor Weber: „Mit der ERCP kann man bei Erkrankungen der Leber, der Gallenwege und der Bauchspeicheldrüse in vielen Fällen die Diagnose mit der Therapie verbinden.“

Die Kombination ist möglich, weil bei der ERCP auf zwei Ebenen gleichzeitig gearbeitet wird: Mit einem Endoskop wird das Körperinnere von innen betrachtet und ermöglicht damit eine fundierte Diagnose. Parallel dazu können beispielsweise Stents gesetzt werden, um einen Gallengang zu weiten. Zeitgleich zeigt das Durchleuchtungsgerät in Kombination mit einem Kontrastmittel von außen jede Veränderung in den Gallengängen oder dem Bauchspeicheldrüsengang. Das heißt, man erkennt auf dem digitalen, hochauflösenden Bild der Durchleuchtungsanlage beispielsweise chronische Entzündungen, Gallensteine und Tumore. Und mit dem Endoskop kann man gegebenenfalls noch während der Untersuchung eine für die weitere Diagnostik notwendige Gewebeprobe entnehmen.

„Mit der neuen Durchleuchtungsanlage sichern wir die zukünftige Patientenversorgung mit moderner Medizintechnik“, betont Verena Escheu, Kaufmännische Leiterin der Wertachkliniken in Bobingen und Schwabmünchen: „Die europaweite Ausschreibung für das Gerät haben wir gemeinsam mit dem Sana-Einkaufsverbund gemacht, um ein möglichst gutes Preis-Leistungsverhältnis zu erzielen. Die Firma Siemens garantiert uns einen dauerhaften Service für eine langfristige Nutzung des Gerätes.“

Das voll digitalisierte Durchleuchtungsgerät ist mit allen notwendigen Schnittstellen innerhalb der Wertachkliniken verbunden. Aus diesem Grund hat IT-Leiter Andreas Neckermann die Kaufentscheidung und die Installation begleitet.

Die umfassende Digitalisierung ist ein großer Vorteil, beispielsweise auch für den Strahlenschutz. „Mit dem neuen Gerät haben wir ein vollautomatisiertes Strahlenmonitoring“, sagt der Radiologe der Wertachkliniken, Dr. Egbert Knöpfle: „Wir erreichen damit eine noch bessere Patientensicherheit und schützen auch uns, das medizinische Personal, noch besser vor einer zu hohen Strahlenbelastung.“

Ein weiteres Plus der neuen Durchleuchtungsanlage ist die einfache Handhabung des Gerätes. Das gilt für die Lagerung der Patienten und die Positionierung des HDR-Detektors, der die Röntgenbilder aufnimmt. Es gilt aber auch für die intuitive Steuerung über Touchscreen, Joystick und Fußschalter am Patiententisch und im Kontrollraum nebenan. Und nicht zuletzt ist die Anlage so kompakt, dass daneben auch noch die Geräte für die Endoskopie und die Maschinen zur Überwachung der Vitalfunktionen in dem kleinen Raum Platz haben.

Moderne Röntgengeräte machen nicht nur einzelne Aufnahmen, sondern auch ganze Bilder-Serien. Damit können sie Abläufe im menschlichen Körper darstellen. Die Ärztinnen und Ärzte der Allgemein- und Viszeralchirurgie nutzen diese Möglichkeit beispielsweise nach einer Reflux-Operation zur Behandlung von anhaltendem Sodbrennen. „Wir können mit der neuen Durchleuchtungsanlage kontrollieren, ob das Essen zügig von der Speiseröhre in den Magen gelangt und nicht mehr in die Speiseröhre zurückläuft“, sagt Chefarzt Dr. Claus Schöler: „Außerdem können wir Undichtigkeiten ausschließen und kontrollieren, ob der Magen, der bei einer Reflux-Erkrankung oft in den Brustkorb wandert, nach der OP wieder an der richtigen Stelle im Bauchraum ist.“

Auch nach komplexen Operationen am Enddarm ist die Durchleuchtung eine unverzichtbare Untersuchung. Denn es ist elementar wichtig, die Dichtigkeit der Nahtverbindungen und die Durchgängigkeit des Darms zu prüfen, bevor man einen künstlichen Darmausgang wieder zurückverlagert.

Fazit: Das ganze Haus — Patientinnen und Patienten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wertachklinik in Schwabmünchen — profitieren von der neuen Durchleuchtungsanlage. Deshalb ist sie auch ständig ausgebucht und es war gar nicht so einfach, einen Fototermin zu bekommen.

Wichtige Investition: Federführend bei der Anschaffung und Hauptnutzer der neuen Durchleuchtungsanlage der Wertachklinik in Schwabmünchen ist Professor Dr. Andreas Weber (re) mit seinem gastroenterologischen Team. Andreas Neckermann, Leiter der IT (hinten li), sorgte dafür, dass das Gerät der Firma Siemens, vertreten durch Melanie Häckel (hinten mi) und Gordan Janosevic (hinten re) gut in die digitalen Netze der Wertachkliniken integriert wurde. Fotograf:In: Doris Wiedemann Verwendung honorarfrei im Zusammenhang mit der Berichterstattung zu oben stehender Pressemeldung

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