Die Wertachkliniken treiben die Neugestaltung der regionalen Krankenhauslandschaft weiter voran. Mit dem Bedarfsfeststellungsantrag beim Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege (StMGP), welcher Anfang letzter Woche gestellt wurde, setzen sie das bereits 2022 öffentlich vorgestellte Zukunftskonzept konsequent um. Da die Häuser an den beiden Standorten, in Bobingen und Schwabmünchen, mittlerweile in die Jahre gekommenen sind, sieht das Oberender-Konzept die Zusammenführung und somit eine Einhäusigkeit vor, um den zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu sein. „Unser Zukunftskonzept hat die Kerngedanken der Krankenhausreform bereits vorweggenommen. Mit der Zusammenlegung unserer Standorte schaffen wir eine leistungsfähige, wirtschaftlich tragfähige Struktur, die den Bedarf in der Region optimal abdeckt“, betont Martin Gösele, Vorstand der Wertachkliniken. Parallel dazu hat das StMGP diese Woche den regionalen Dialog zur künftigen Krankenhausversorgung eröffnet, um die Auswirkungen der Krankenhausreform in einem überregionalen Kontext zu bewerten. Im Rahmen des 7-Punkte-Plans des Freistaats Bayern sollen die Krankenhausträger der Region Augsburg in einem strukturierten Prozess ihre Planungen koordinieren. Ziel ist es, die stationäre Versorgung über Landkreis- und Stadtgrenzen hinweg zu betrachten. Die Wertachkliniken bringen sich aktiv in diesen Prozess ein und sehen sich mit ihrer Zukunftsstrategie gut vorbereitet. Die angestrebte Einhäusigkeit soll die Versorgungslücke zwischen dem Universitätsklinikum Augsburg (Level 3u) und den kleineren Grundversorgern (Level 1n) schließen. Durch den Abbau von Doppelkapazitäten entstehen Synergieeffekte, die den effizienten Einsatz von Personal ermöglichen – ein entscheidender Faktor angesichts des Fachkräftemangels. „Dieses Vorhaben entspricht genau den Zielen der Krankenhausreform und fällt unter den geplanten Transformationsfonds“, erklärt Gösele. „Wir erwarten daher eine umfassende finanzielle Unterstützung, um auch langfristig für die Bevölkerung in der Region die medizinische Versorgung zukunftssicher zu gestalten.“ Verwaltungsratsvorsitzender Norbert Krix betont: „Die Konzentration der Versorgungsleistungen ist der richtige Schritt für eine moderne Krankenhausstruktur, um auch zukünftig im Landkreis eine gute stationäre Krankenhausversorgung sicherzustellen.“ Auch die Bürgermeister Lorenz Müller (Schwabmünchen) und Klaus Förster (Bobingen) unterstützen das Vorhaben: „Die nachhaltige Gewährleistung einer umfassenden Gesundheitsversorgung ist von zentraler Bedeutung für unsere Region.“ Mit der Entscheidung des StMGP zum Bedarfsfeststellungsantrag kann die weitere Umsetzung des Zukunftskonzepts zielgerichtet vorangetrieben werden.