Der Förderverein hat der Wertachklinik Bobingen ein Lymphdrainage-Gerät im Wert von knapp 3000 Euro gespendet. „Damit verschaffen wir den Physiotherapeutinnen und -therapeuten mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten, die eine individuelle Behandlung von Hand benötigen“ begründet Bernd Müller, der Vorsitzende des Vereins, die Anschaffung.
Die Spende des Fördervereins ist in der physiotherapeutischen Abteilung der Wertachkliniken sehr willkommen, weil auch diese vom allgemeinen Fachkräftemangel betroffen ist. „Bei der Lymphdrainage kommt hinzu, dass nur noch wenige Fachkräfte diese Zusatzausbildung haben, weil sie viel Zeit und Geld kostet“, sagt Michaela Schildhauer, die Leiterin der physiotherapeutischen Abteilung.
Die Lymphdrainage ist meist notwendig, weil sich nach einer Operation im Weichgewebe um die Wunde herum Flüssigkeit ansammelt. Das ist eine normale Reaktion des Körpers. Mediziner sprechen vom postoperativen Ödem. Das Lymphsystem transportiert die überschüssige Flüssigkeit wieder aus dem Gewebe heraus.
Nach einem chirurgischen Eingriff kann dieses System jedoch beeinträchtigt sein. Dann ist es gut, das Lymphsystem anzuregen und zu unterstützen. Und die Spende des Fördervereins unterstützt nun die Physiotherapeuten der Wertachkliniken dabei. Denn das Gerät kann in vielen Fällen die manuelle Lymphdrainage ersetzen.
Viele Patientinnen und Patienten empfinden die Behandlung mit dem Gerät als angenehm und entspannend, erfuhren mehrere Mitglieder des Vorstands des Fördervereins der Wertachklinik Bobingen und die Patientenfürsprecherin der Wertachkliniken bei einem Vor-Ort-Termin. Damit ist die Lymphdrainage-Massage, neben dem physiotherapeutischen Effekt, auch gut für das Wohlbefinden. Und das trägt bekanntlich ebenfalls zur Heilung bei.